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zeige Windfakten
  • Ein einziges Windrad mit 3 Megawatt Leistung erzeugt pro Jahr Strom für mehr als 2.000 Haushalte.
  • Bis zum Jahr 2020 wird die Windkraft bis zu 18 Prozent der europäischen Stromproduktion liefern.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt, kann man 65 Jahre lang täglich eine Stunde fernsehen.
  • Die Windräder in Österreich erzeugen Strom für 46 Prozent aller österreichischen Haushalte.
  • In der Europa sind Ende 2017 Windräder mit einer Leistung von rund 170 Megawatt installiert, womit 12 Prozent des gesamten europäischen Stromverbrauchs gedeckt werden können.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt kann man mehr als 15.000 Liter Wasser kochen.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt kann man zwei Jahre lang rund um die Uhr Playstation spielen.
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Wie ein Windpark entsteht

Die Errichtung von Windparks ist erst nach umfassenden verwaltungsbehördlichen Genehmigungsverfahren zulässig. Neben diesen ist die Abklärung mit dem betroffenen Verteilernetzbetreiber über Netzzutritt und Einspeisung der Energie erforderlich.

Nicht ohne die Bevölkerung

Für jede einzelne Windkraftanlage ist in Österreich ein Genehmigungsverfahren vorgeschrieben, im Zuge dessen auch die jeweilige Gemeinde ihre Einwilligung geben muss. In den Gemeinden entscheiden die demokratisch gewählten Gemeindevertreter, wie die Gemeinden mit Windenergieprojekten umgehen. Genau so, wie es auch beim Straßenbau, bei Schulen oder anderen Dingen passiert. So wird sichergestellt, dass Windkraftprojekte unabhängig und nicht gegen den breiten Willen der Bevölkerung durchgesetzt werden können.

Viele Gutachten sind notwendig

In einem ersten Schritt wird die Gemeinde informiert, auf deren Gebiet ein Windpark errichtet werden soll. Stimmt die Gemeinde zu, kann die Umwidmung des Aufstellungsortes in „Grünland-Windkraftanlagen“ beantragt werden. In weiterer Folge muss in umfangreichen Genehmigungsverfahren beim Land und bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft geklärt werden, ob durch das Projekt Beeinträchtigungen unterschiedlicher Art zu erwarten sind. Dabei sind praktisch alle Elemente notwendig, wie man sie von einer Umweltverträglichkeitsprüfung kennt: Gutachten von Naturschutzsachverständigen, Vogelkundlern, Luftfahrtsachverständigen und Schallgutachtern. Heute findet aufgrund der Größe der Windparks in aller Regel immer eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach UVP-Gesetz statt. Erst nach einer eingehenden Prüfung fällt eine positive Entscheidung über die Genehmigung einer Windkraftanlage.

Ablauf eines Genehmigungsverfahrens

Der Regelfall ist, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach UVP-Gesetz durchgeführt werden muss. Ab einer gewissen Projektgröße (20 Anlagen oder 20 Megawatt) ist dies bindend der Fall; es kommt dann zu einer Verfahrenskonzentration bei der Landesregierung. Dabei werden die betroffenen Materiengesetze wie Elektrizitätswesengesetz, Bauordnung, Naturschutzgesetz oder Luftfahrtgesetz berücksichtigt.

Folgende Behörden sind im Verfahren zuständig

Umwidmung in „Grünland-Windkraftanlagen“ (Gemeinde, Landesregierung)

Elektrizitätsrechtliches Verfahren (Landesregierung)

  • Elektrizitätsrechtliche und baurechtliche Vorschriften
  • Schall und Schattenwurf

Naturschutzrechtliches Verfahren (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat)

  • Landschaftsbild
  • Erholungswert der Landschaft
  • Vogelschutz, Naturschutz

Luftfahrtbehördliches Verfahren (Landeshauptmann)

Die relevanten Gesetze können jeweils zum aktuellen Stand auf der Website www.ris.bka.gv.at (Rechtsinformationssystem des Bundes) downgeloaded werden.

Weiterführende Links

Wie nahe dürfen Windräder zum Wohngebiet stehen?

Die österreichischen Regelungen für die Mindestabstände zwischen Wohnbauland und Windrädern sind im weltweiten Vergleich sehr streng. ...

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