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zeige Windfakten
  • Ein einziges Windrad mit 3 Megawatt Leistung erzeugt pro Jahr Strom für mehr als 2.000 Haushalte.
  • Bis zum Jahr 2020 wird die Windkraft bis zu 18 Prozent der europäischen Stromproduktion liefern.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt, kann man 65 Jahre lang täglich eine Stunde fernsehen.
  • Die Windräder in Österreich erzeugen Strom für 46 Prozent aller österreichischen Haushalte.
  • In der Europa sind Ende 2017 Windräder mit einer Leistung von rund 170 Megawatt installiert, womit 12 Prozent des gesamten europäischen Stromverbrauchs gedeckt werden können.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt kann man mehr als 15.000 Liter Wasser kochen.
  • Mit dem Strom, den ein Windrad in einer Stunde erzeugt kann man zwei Jahre lang rund um die Uhr Playstation spielen.

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© Nordex
Können Windkraftanlagen konventionelle Kraftwerke einsparen? Weiterlesen

Natürlich kann ein Elektrizitätssystem nicht zu 100 Prozent aus Windkraftanlagen bestehen. Man muss Windkraft im Zusammenspiel mit allen anderen erneuerbaren Energien (Wasserkraft, Biomasse und Photovoltaik) sehen, die sich gegenseitig ergänzen. Bisher war man gewohnt, mit wenigen Großkraftwerken Strom zu erzeugen. In Zukunft werden viele kleine Einheiten die Gesamtmenge an benötigtem Strom bereitstellen. Österreich ist seit Jahrzehnten gewohnt mit erneuerbaren Energien, vor allem der Wasserkraft, Strom zu erzeugen. Die Energiewende ist keine technische Frage.

© Ingo Bartussek-Fotolia
Müssen wegen der Windräder jetzt überall neue Stromleitungen gebaut werden? Weiterlesen

Nein dem ist nicht so. Dennoch muss das bestehende Stromnetz an die Bedürfnisse der erneuerbaren Energien angepasst werden. Das alte Stromnetz war ausgelegt auf wenige zentrale Großkraftwerke. Mit den erneuerbaren Energien rückt die Stromerzeugung näher an die Verbraucher heran und Strom wird an vielen Orten erzeugt. Daher muss das Stromnetz an die neuen Bedürfnisse angepasst werden. In einem Bundesland wie Niederösterreich, in dem die meisten Windkraftprojekte errichtet wurden und das auch flächenmäßig das größte Bundesland Österreichs ist, wurden bisher keine Stromleitungen nur wegen der Windenergie errichtet. Meistens passiert das auch um die Versorgungsqualität der Bevölkerung zu verbessern. Österreich liegt hier europaweit im Spitzenfeld. Windparks selbst werden so gut wie immer mit Erdkabeln an das nächstgelegene Umspannwerk angeschlossen. Diese Anbindung erfolgt also nicht über Strommasten.

© IG Windkraft
Braucht es einen Schallschutz für Windräder? Weiterlesen

Moderne Windenergieanlagen sind relativ leise. Dank der technologischen Entwicklung laufen vernünftig konstruierte und richtig platzierte Anlagen so ruhig, dass sie für Menschen, die ein paar hundert Meter entfernt wohnen, kaum noch zu hören sind. Dennoch gibt es in Österreich sehr strenge Schallrichtlinien. Dadurch wir bei der Genehmigung von Windrädern auch von den Behörden genau untersucht, ob die Schallentwicklung von Windrädern keine Grenzwerte überschreitet.

© Tag des Windes MichaelRothauer
Geht in Österreich überhaupt genug Wind für Windkraftanlagen? Weiterlesen

Vor über 20 Jahren dachten Meteorologen in Österreich noch, dass in Österreich nicht genügend Wind für die Nutzung der Windkraft verfügbar wäre. Pioniere haben dann selbstständig Windmessmasten und Windkraftanlagen errichtet. Siehe da: es hat funktioniert. Die Nutzung der Windenergie mit modernen Anlagen erfolgt in einer Nabenhöhe ab ca. 100m. In dieser Höhe sind die Windverhältnisse wesentlich besser, als am Boden. Nur weil also am Boden wenig Wind weht, kann man daraus nicht auf die mögliche Windkraftnutzung schließen. Man kennt das auch von Hochhäusern - obwohl am Boden nur ein laues Lüftchen weht flattern die Fahnen am Dach munter dahin.

© IG Windkraft
Weshalb haben Windkraftanlagen so große Rotordurchmesser? Weiterlesen

Eine Windkraftanlage mit größerem Rotor kann wesentlich mehr Strom erzeugen als mehrere kleine. Das Herzstück einer Windkraftanlage ist natürlich der Rotor. Meist bestehen die Rotoren aus drei Flügeln. Derzeit sind die längsten Flügel für Anlagen an Land ca. 60m lang. Ähnlich einem Flugzeugflügel strömt der Wind den Flügel an und versetzt ihn so in eine Drehbewegung. Um möglichst viel Wind "ernten" zu können strebt man an, diese Rotorblätter möglichst groß zu gestalten.

© Jürgen Pletterbauer
Ist der Infraschall von Windrädern für Menschen gefährlich? Weiterlesen

Der von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall erreicht selbst im Nahbereich bei weitem keine Werte über der Wahrnehmbarkeitsschwelle und ist somit gesundheitlich unbedenklich. Infraschall ist jener Teilbereich des Schallspektrums, in dem sehr niedrige Frequenzen so tiefe Töne erzeugen, dass diese unterhalb des menschlichen Hörbereichs liegen (unter 16 Hertz). Es gibt natürliche Infraschallquellen wie Windströmungen, Gewitter oder eine Meeresbrandung, aber auch eine Vielzahl technischer Infraschallquellen wie Heizungs- und Klimaanlagen, Kompressoren oder Verkehrsmittel. Langjährige Untersuchungen haben gezeigt: Für Infraschall unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle (unter 16 Hz und weniger als 130 dB) konnten keinerlei negative Auswirkungen für den menschlichen Organismus nachgewiesen werden. Der von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall erreicht selbst im Nahbereich bei weitem nicht diese Werte und ist somit gesundheitlich unbedenklich. Bei Schall und Infraschall handelt es sich technisch gesehen um eine sehr komplexe Materie. Deswegen entstehen bei der Interpretation von Studienergebnissen oft grobe Missverständnisse und verwirrende Aussagen, die physikalisch vielfach nicht haltbar sind.

© Tag des Windes Klaus Rockenbauer
Warum sind die Türme von Windkraftanlagen so hoch? Weiterlesen

Eine Windkraftanlage die höher ist, kann mehr Strom erzeugen, als mehrere kleinere. Je höher der Turm eines Windrades ist, desto mehr Strom kann erzeugt werden, denn weiter oben weht der Wind gleichmäßiger. Je näher ein Windrad an der Bodenoberfläche und Objekten am Boden ist, desto ungleichmäßiger weht der Wind. Beobachtbar ist das bei Fahnen - diese flattern im Wind weil er eben in bodennähe sehr ungleichmäßig weht. Abhängig ist das natürlich immer von der Oberflächenbeschaffenheit und anderen Faktoren wie der Luftdichte. Es gilt die Faustformel, dass der Windertrag pro Meter um ca. 1% zunimmt.

© Stefan Hantsch / IGW
Warum sind Windkraftanlagen so groß? Weiterlesen

Je größer die Anlage, desto gleichmäßiger weht der Wind und desto mehr Strom kann erzeugt werden. Die Höhe der Anlage ist daher sehr wichtig. Als Faustformel rechnet man mit einem einprozentig steigenden Windertrag pro Meter den das Windrad höher ist.

© Johann Frank
Werden Vögel durch Windkraftanlagen behindert oder gar getötet? Weiterlesen

Die Erfahrungen aus zahlreichen Untersuchungen zeigen, dass bei guter Standortwahl ein Windpark ohne erhebliche Folgen für Vögel (und auch Fledermäuse) umgesetzt werden kann. Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Vogel durch ein Windrad ums Leben kommt. Sogar eine faule Hauskatze erlegt aber bereits mehr Vögel. Bei der richtigen Standortwahl sind mögliche negative Effekte auf Brut- und Zugvögel vernachlässigbar. Bei jedem Windpark muss vor der Errichtung eine Vogel- und Fledermauserhebung durchgeführt werden. Dadurch können gefährdete Arten geschützt werden. Die 20 jährige Erfahrung mit Windenergie in Österreich hat gezeigt, dass selbst stark gefährdete Arten wie Kaiser- oder Seeadler mit den Windrädern gut leben können. Beide Populationen haben sich trotz starkem Zubau der Windenergie in den letzten Jahren sehr gut entwickelt.

© IG Windkraft
Wozu brauchen wir Windkraftanlagen wenn wir ohnehin zum Großteil umweltfreundliche Wasserkraft nutzen? Weiterlesen

Zwei Drittel des Stroms aus Windkraft werden im Winterhalbjahr erzeugt; damit ist Windstrom die ideale Ergänzung zur Wasserkraft. Über ein Jahr gesehen fällt der höchste Stromverbrauch im Winter an, also in einer Zeit, in der die Wasserkraft auf ein Minimum absinkt. Mehr als die Hälfte des Stroms kommt dann aus Wärmekraftwerken, die mit Kohle, Öl oder Gas befeuert werden, oder aus ausländischen Atomkraftwerken. Mit Stromsparmaßnahmen und einem gezielten Ausbau der erneuerbaren Energien könnte Österreich seine gesamte Stromerzeugung vollständig in ein nachhaltiges System umbauen und auf fossile Energieträger verzichten.

© Hofer, Wien_Energie
Wieviel Windenergie wird in Österreich noch gebaut? Weiterlesen

Das ist eine schwierige Frage. Grundsätzlich ist das Potential für die Windsstromerzeugung in Österreich sehr groß. Nachdem der österreichische Stromverbrauch noch immer zwischen 20% und 30% durch Kohle-, Gas- und Atomstrom gedeckt wird, ist der Ausbau der Nutzung aller erneuerbaren Energienquellen auch dringend geboten.

Verschiedene Zielsetzungen unterstützen den Windenergieausbau. So sieht das Ziel des Ökostromgesetzes vor, dass bis 2020 rund 3.000 MW Windkraftleistung in Österreich errichtet sein soll. Zusätzlich dazu gibt es in einigen Bundesländern Ziele für die Entwicklung und Nutzung der Windenergie um den CO2 Ausstoß zu senken oder Energieimporte zu vermeiden. So hat etwa Niederösterreich im Energiefahrplan 2030 für die Windenergie bis 2020 über 1.900 MW und bis 2030 3.200 MW Windkraftleistung vorgesehen.

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Können Schattenwurf und Spiegelungen die Anrainer irritieren und stören? Weiterlesen

Jedes Haus und jeder Baum wirft einen Schatten, der im Tagesverlauf wandert. Bei Windrädern wirft der sich drehende Rotor regelmäßig wiederkehrende Schatten – allerdings nur, wenn die Sonne scheint. Im Genehmigungsverfahren wird darauf geachtet, dass der Schatten eines Windrades umliegende Wohngebiete nur minimal überstreicht. Allein durch den hohen Mindestabstand zu Wohnhäusern ist der Schattenwurf in Österreich kein Problem. Darüberhinaus sorgen strenge Grenzwerte dafür, dass die Anrainer durch den Schattenwurf nicht gestört werden. Früher war auch der sogenannte „Disco-Effekt“ (="Stroboskop-Effekt") – ausgelöst durch Sonnenlicht, das sich an den Rotoren widerspiegelte – ein Problem. Doch den gibt es nicht mehr, seitdem Windräder mit nicht-reflektierenden Farben gestrichen werden. Moderne Windräder drehen sich darüber hinaus auch so langsam, dass es zu einem Diskoeffekt gar nicht kommen kann.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Ist Windstrom nicht sehr teuer? Weiterlesen

Würde es im Energiebereich keine Subventionen geben, wäre die Windenergie einer der billigsten Stromerzeugungstechnologien. Leider sieht die Realität anders aus. Kohle,- Gas- und Atomkraftwerke bekommen in Europa zwei bis drei Mal so viele Subventionen wie alle erneuerbaren Energien zusammen. Die Förderungen, die die Windenergie für die Stromproduktion bekommt, ist nur das Mindestmaß an Unterstützung das sie braucht um am übersubventionierten Strommarkt überhaupt mitspielen zu können.

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Verteuert die Windenergie den Strompreis? Weiterlesen

Um neue umweltfreundliche und schadstofffreie Formen der Energieerzeugung zu fördern, werden für Strom aus erneuerbaren Energien fixe Einspeisetarife gezahlt. Auf Ihrer Stromrechnung finden Sie dafür eine Position „Ökostrompauschale und -förderbeitrag“. Für einen durchschnittlichen österreichischen Haushalt beträgt dieser Mehraufwand durch Ökostrom rund 8 Euro im Monat. Der Windstrom selbst macht davon allerdings nur rund 3,50 Euro aus. Zum Vergleich: Die Förderung des sauberen, österreichischen Windstroms kostet somit pro Monat gerechnet soviel wie 1 Seidel Bier.

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Wo finde ich Informationen zur Kleinwindkraft? Weiterlesen

Alles Wissenswerte zur kleinen Windkraft finden Sie auf der Homepage www.kleine-windkraft.at. Diese Homepage wird ebenfalls von der Interessensgemeinschaft Windkraft betreut.

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Wie nahe dürfen Windräder zum Wohngebiet stehen? Weiterlesen

Die österreichischen Regelungen für die Mindestabstände zwischen Wohnbauland und Windrädern sind im weltweiten Vergleich sehr streng. Die Abstandsregelungen in Niederösterreich gehören zu den strengsten überhaupt (1.200 Meter). Sollten im Genehmigungsverfahren rechtliche Vorgaben (z. B. für den Schall) dennoch nicht erreicht werden, werden für diese Windräder größere Abstände vorgeschrieben. Zum Vergleich: Derzeit in Europa übliche Abstände betragen 300 bis 800 Meter.

© Elin Motoren GmbH
Was bringt eine Windkraftanlage der heimischen Wirtschaft? Weiterlesen

Die Errichtung einer Windkraftanlage mit drei Megawatt Leistung in Österreich bringt heimischen Firmen ein Auftragsvolumen von knapp 1,5 Mio. Euro. Während der 20-jährigen Lebensdauer kommen noch ca. 3,3 Mio. Euro für Wartung und Betrieb dazu. Insgesamt profitiert die österreichische Windkraft-Wirtschaft an jedem Windrad also mit ca. 4,8 Mio. Euro. Das sind über 20 Jahre gerechnet rund 50 Prozent der gesamten Projektkosten.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Welche Auswirkungen haben Windräder auf die Menschen die in ihrer Nähe wohnen? Weiterlesen

Bei einer repräsentativen Befragung durch ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut im windenergiestärksten Bundesland Niederösterreich befürworten 87% den weiteren Ausbau von Windkraftwerken in ihrem Bundesland. Von jenen Personen, die in der Nähe eines Windparks wohnen, sieht ein Großteil keine Nachteile für die Region aufgrund der vorhandenen Windräder. Umgekehrt meinen 35%, dass sich durch die Windräder sogar Vorteile für die Region ergeben. Über 80% der Befragten, die in der Nähe eines Windparks wohnen, gaben an, dass der Windpark keine Auswirkungen auf ihre Lebensqualität habe. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen immer wieder, dass Windräder auch keine gesundheitlichen Auswirkungen auf Anrainer und Anrainerinnen haben.

© Bethge-Fotolia
Wird in Österreich Atomstrom verwendet? Weiterlesen

Obwohl sich Österreich gegen die Errichtung eines Atomkraftwerkes in Zwentendorf ausgesprochen hat, nimmt der Atomstromimport nach Österreich immer mehr zu. 2014 betrug der Anteil am Stromverbrauch sogar 12 Prozent. Auch wenn die E-Control mittlerweile davon spricht, dass Österreich atomstromfrei ist, stimmt die Aussage nicht. In Österreich besteht zwar die Verpflichtung den Strom zu kennzeichnen und es gibt keinen Strom der als Atomstrom gekennzeichnet ist. Dennoch ist es möglich Atomstrom nach Österreich zu importieren. So werden beispielsweise norwegische Wasserkraftzertifikate zugekauft und Atomstrom damit als Wasserkraftstrom gekennzeichnet. Um tatsächlich garantiert, 100% Ökostrom beziehen zu können, hilft es auch den Stromanbieter genau zu prüfen.

© Tag des Windes Markus Axnix
Kann Österreich stromautark werden? Weiterlesen

JEIN! Strom ist ständig im Fluss - in den Stromleitungen fließt Strom ständig hin und her - unabhängig von Staatsgrenzen. Ähnlich Wasser fließt Strom immer einem "Gefälle" nach. Beim Strom ist das ein "Spannungsgefälle". Von jenem Ort wo viel Strom erzeugt wird fließt der Strom dorthin wo viel Strom verbraucht wird. Hierbei handelt es sich um "physikalische Stromflüsse".

© Rockenbauer
Verdrängt Windenergie Wasserkraft? Weiterlesen

Nein. Laut einer EU Richtlinie müssen erneuerbare Energien vorrangig vor fossilen oder nuklearen Kraftwerken behandelt werden. Strom aus Windenergie, Photovoltaik, Biomassse und Wasserkraft werden also gleich behandelt. Im Moment existieren aber in vielen Ländern wie etwa in Deutschland, das für Österreich sehr relevant ist, große Kraftwerkskapazitäten aus Kohle- oder Atomkraft, die sehr billig zuviel Strom produzieren und aus unterschiedlichen Gründen nicht regelbar sind. Diese Kraftwerke müssten außer Betrieb gehen wogegen sich natürlich große Energiekonzerne wehren. Da einige von Ihnen aber dennoch nicht abschalten, drücken Sie den Strompreis und gefährden so den Betrieb von Umweltfreundlichen Kraftwerken aus Wasserkraft, Windkraft oder Photovoltaik.

© Tag des Windes Raimund Lehner
Ist Windenergie zufällig oder vorhersagbar? Weiterlesen

Windenergie ist keineswegs "Zufallsstrom". Diese Bezeichnung stammt noch aus der Zeit in der Vertreter von Fossil- oder Atomenergie nicht an die Nutzung von Wind- und Sonnenstrom glaubten. Grundsätzlich gibt es bereits Länder mit sehr hohen Anteil Windenergie in ihrem Strommix. Dänemark deckt bereits fast 40% des Stroms durch Windenergie, Portugal und Spanien jeweils mehr als 15%. Das würde nicht funktionieren, wenn Windenergie tatsächlich "Zufall" wäre. Studien des deutschen Fraunhofer Institutes zeigen, dass die Windenergieprognose mittlerweile 24 Stunden vor der Erzeugung nur noch um 4,5% abweicht. Innerhalb der 24 Stunden schrumpft diese Abweichung auf 2% (Fraunhofer IWES, 2014). Der Stromverbrauch weicht übrigens ebenfalls immer von der Prognose ab. Die Prognoseungenauigkeit beträgt hier lt. deutschen Studien ca. 2,6%.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Destabilisiert Windenergie das Stromnetz? Weiterlesen

Nein. Allerdings wird das Stromnetz der Zukunft anders funktionieren als früher. In Europa wurden früher sehr zentral große Kraftwerke errichtet (ähnlich der Versuch mit dem Atomkraftwerk Zwentendorf oder das Kohlekraftwerk Dürnrohr). Dort wurde Strom produziert und die Stromversorger mussten nur mit dem schwerer vorhersagbaren Stromverbrauch umgehen.

Die Windenergie wie auch die Photovoltaik schwanken nun ebenfalls in einer vorhersagbaren Bandbreite (siehe "Ist Windenergie zufällig oder vorhersagbar"). Das ist nun eine neue aber nicht unlösbare Aufgabe für die Netzbetreiber. Die "Blackoutgefahr" ist übrigens kein neues Problem. Am 13. Juli 2011 gingen in der deutschen Großstadt Hannover alle Lichter aus. Der Grund: ein überhitzter Kessel eines Fossilkraftwerkes. Am 8. Dezember 2011 mussten österreichische Kraftwerke einspringen um das süddeutsche Stromnetz zu retten. Der Grund: das AKW Grundremmingen stand wegen defekter Brennelemente plötzlich still. Ein Kraftwerk mit 1.344 Megawatt - das entspricht fast der gesamten Windkraftleistung, die 2012 in Österreich installiert war. Erneuerbare Energien stabilisieren das Stromnetz sogar, weil es in Zukunft keine riesigen Kraftwerksblöcke geben wird, die plötzlich von Netz gehen können.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Wie erzeugt ein Windrad Strom? Weiterlesen

Vereinfacht gesagt entnimmt ein Windrad über den Rotor dem wehenden Wind die Energie. Der Wind versetzt den Rotor in Drehung – die „Dreh-Energie“ wird dann mit Hilfe eines Generators, ähnlich wie bei einem Fahraddynamo, in Strom umgewandelt. Von dort aus geht die elektrische Energie ins Stromnetz.

© Sibylle Maus-Tag des Windes
Warum wurde 2009 kein einziges neues Windrad gebaut? Weiterlesen

Ab 2003 gab es das erste bundesweit gültige Ökostromgesetz. Dies ermöglichte erstmals einen nennenswerter Ausbau der Windenergie in Österreich. Mit dem Glauben der österreichischen Politik, dass ein Windenergieausbau auch mit geringeren Förderungen möglich wäre, würden die Bedingungen Mitte 2006 stark verschlechtert. Der Ausbau der Windenergie bracht komplett zusammen, sodass 2009 gar kein Windrad mehr errichtet wurde. Im Oktober 2009 konnten wieder Verbesserungen des Ökostromgesetzes, sowie neue Einspeistarife, erwirkt werden. Dadurch kam in den folgend Jahren der Windkraftausbau in Österreich langsam wieder in Gang. Durch unvorsichtige Änderungen der Rahmenbedingungen dauerte es ganze fünf Jahre, bis der Windkraftausbau wieder das Niveau von 2006 erreichen konnte. Der Ausbaustopp zwischen 2006 und 2010 bewirkte aber auch, dass in der Windbranche Personen wieder entlassen werden mussten und ihren Arbeitsplatz verloren haben. Man sieht daran sehr gut, wie wichtig sichere und langfristige Rahmenbedingungen für den Ausbau der Windenergie und die Etablierung dieser Wirtschaftsbranche sind.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Warum stehen im Westen Österreichs keine Windräder? Weiterlesen

Dass die westlichen Bundesländer noch keine Windräder errichtet haben liegt nicht an den Windverhältnissen, denn Wind weht auch in Westösterreich genug, sondern in erster Line an den Rahmenbedingungen der Bundesländer und dem nicht vorhandenen politischen Komitment zur Windenergie. Das westlichste Windrad in Österreich steht am Plöckenpaß in Kärnten. In Salzburg, Tirol und Vorarlberg steht überhaupt kein Großwindrad. Dies hat ausschließlich mit den politischen Rahmenbedingungen in diesen Bundesländern zu tun.Ohne klares Kommittiert der Landespolitik ist daher an den Bau eines Windrades gar nicht zu denken. Dass selbst bereits aufgestellte Windräder keine Garantie für den weiteren Ausbau sind, zeigt das Bundesland Oberösterreich. Einst bei den Pionieren der Windenergie, steht doch der erste österreichische Windpark in Eberschwang in Oberösterreich, sind die Rahmenbedingungen schrittweise so verschlechtert worden, dass der Ausbau der Windkraft zum Stillstand gekommen ist.

© IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Warum stehen in einen Windpark manche Windräder kurze Zeit still und drehen sich dann wieder? Weiterlesen

Windräder drehen sich wenn der Wind weht. Eigentlich gibt es keinen Tag im Jahr, an dem ein Windrad gar keinen Strom erzeugt. An 95% aller Tage im Jahr erzeugt ein Windrad sogar mindestens 1.000 kWh. Wenn ein Windrad sich gerade nicht dreht, geht entweder wirklich kein Wind, und das kann auch in einem Windpark unterschiedlich sein, oder hat gerade eine technische Störung. Dann ist sicher schon ein Serviceteam unterwegs, dass das Windrad wieder in Schwung bringt.

© IG Windkraft
Können Windräder als Regelmechanismuss bei Überlastung dienen? Weiterlesen

Aus Sicht der Energiewende macht es viel mehr Sinn zuerst den Importstrom und den Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken zu reduzieren, bevor ich Windräder und Wasserkraftwerke abstelle. Natürlich kann man jedes Windrad abschalten und den Wind an der Anlage vorbeiziehen lassen und keinen Strom erzeugen. Genauso wie man bei einem Wasserkraftwerk das Wasser über die Wehr rinnen lassen kann, anstatt damit erneuerbaren Strom zu erzeugen. In Österreich haben wir allerdings erst 69% erneuerbaren Stromanteil. 16,5 % des Stroms importieren wir aus dem Ausland, also zumeist Atom- und Kohlestrom. Der Rest ist Strom aus österreichischen Kohle- und Gaskraftwerken.